Games System
Ein Kuriosum, das Games System von Commodore. Offensichtlich wollte man dem Erfolg der Spielekonsolen vorraus sein oder hinterhereilen, wie man es nimmt, und versuchte sich nun ebenfalls als Konsolenhersteller.
Dieser Schritt ist Nachzuvollziehen, da zu diesem Zeitpunkt der Markt der Videospielkonsolen boomte. So musste eine Konsole her. Commodore bediente sich hierbei am Erfolg des C-64. Dies ist ebenfalls nachvollziehbar, da man so auf bestehende Hardware und Software zurückgreifen konnte was nat. finanzielle wie zeitliche Vorteile hatte. So unterscheidet sich das Innenleben des GamesSystem nur unwesentlich dem, was man auch im C64C findet. Eine Hauptplatine, welche modifiziert war. Es gab einen Modulsteckplatz, es fehlten die Anschlüsse für Tastatur und Peripheriegeräte. Die Schnittstellen für Laufwerke und Userport sind zwar vorhanden aber nicht zugänglich. Alles in allem, eine zusammengeschusterte Konsole aus Restbeständen des C-64C. Absatzerschwerend kam hinzu, das die Konsole teuer war (650 DM) und man fürs selbe Geld einen vollwertigen C-64 bekam, mit dem man eben wesentlich mehr anfangen konnte, als nur spielen. Spielen konnte man ja auch mit dem C-64 sehr gut ![]()
Man hat den Eindruck, Commodore wusste bereits hier, das die Konsole nicht den erhofften Erfolg bringen würde den das mittlerweile angeschlagene Unternehmen zwingend braucht und hat das Games System nur in entsprechend kleiner Stückzahl hergestellt und in Grossbritanien vertrieben. Allerdings gibt es einige wenige Geräte, welche offensichtlich doch in Deutschland hergestellt/vertrieben wurden. Zu erkennen am rückseitigem Label (oben) “Made in West Germany”. Diese Konsolen sind entsprechend noch seltener zu finden, als sie es ohnehin schon ist

